Unsere Redaktion wird durch Leser unterstützt. Wir verlinken u.a. auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten. Mehr erfahren.

Die Posaune ist ein vielseitiges Blechblasinstrument mit einer reichen Geschichte und breiter Verwendung in verschiedenen Musikgenres. Hier sind 10 interessante Fakten über die Posaune, die sich hauptsächlich auf Deutschland und teilweise auf Europa und weltweite Statistiken beziehen.

Inhaltsverzeichnis

Die Posaune gehört zu den ältesten Instrumenten und wird bereits in der Bibel erwähnt (Musikverein Weisenbach)

Die Vorfahren der Posaune wurden aus Bambus oder Holz gebaut und waren ursprünglich gerade. Sie wurden als Kriegs- und Tempelinstrumente in verschiedenen antiken Kulturen eingesetzt.

Die „deutsche“ Posaune ist ein Typus romantischen Ursprungs aus dem 19. Jahrhundert (Karl Heinz Weber)

Dieser Posaunentyp verdrängte in Deutschland und Österreich, später auch in Osteuropa, die bis dahin über mehrere Jahrhunderte ziemlich gleichgebliebenen Instrumente der Renaissance und des Barock.

Posaunenchöre zählen zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO (Deutschlandfunk)

Sie sind aus den protestantischen Gemeinden in Deutschland nicht mehr wegzudenken und gestalten Gottesdienste musikalisch sowie spielen auf öffentlichen Plätzen.

Der größte Posaunenchor der Welt mit 16.000 Bläsern wurde 2008 in Leipzig gebildet (Deutschlandfunk)

Dieser Rekord wurde ins Guinness-Buch der Rekorde als das weltweit größte Blechbläserensemble eingetragen. Es war Teil der Deutschen Evangelischen Posaunentage.

Die Tenorposaune ist das wichtigste Instrument der Posaunenfamilie (Bremerhaven.de)

Sie findet Verwendung im Unterricht, in Blaskapellen, Posaunenchören, Sinfonie-Orchestern und als Solo-Instrument. Gebräuchlich sind Instrumente in mittelweiter oder weiter Bohrung.

Die Posaune kann einen besonderen Spezialeffekt erzeugen: das Glissando (Blasmusik4u)

Beim Glissando gleitet die Posaune von einem Ton zum anderen. Dies ist möglich, weil sich der Posaunenzug stufenlos verschieben lässt.

Das Berliner Philharmonische Orchester macht in Stellenausschreibungen die deutsche Posaune zur Pflicht (Karl Heinz Weber)

Dies zeigt die anhaltende Bedeutung und Wertschätzung der deutschen Posaune in der klassischen Musikwelt.

Eine „abgewickelte“ Posaune hat eine Länge von 2,80 m (Blasmusik4u)

Aufgrund dieser beträchtlichen Länge wurde die Posaune in S-Form gebogen und mit einem beweglichen Zug ausgestattet, um sie handlicher zu machen.

Die Firma R. Schopper in Leipzig war ein bedeutender Posaunenhersteller bis zur Zerstörung 1943 (BR.de)

Die Leipziger Posaune, auch als Deutsche Posaune bezeichnet, zeichnete sich durch charakteristische Merkmale wie Eichenlaub-Gravuren und einen sehr weiten Schalltrichter aus.

Das Einstiegsalter für das Posaunenspiel liegt etwa beim 10. Lebensjahr (Bremerhaven.de)

Schülerinstrumente sind ab ca. 500 Euro zu finden. Es gibt auch ein großes Angebot an gebrauchten Instrumenten, was den Einstieg erleichtert.

Die Posaune hat einen Tonumfang von etwa dreieinhalb Oktaven (Musikschule Ismaning)

Der Tonumfang der Posaune reicht von E bis b‘. Dies ermöglicht dem Instrument, sowohl tiefe als auch relativ hohe Töne zu spielen und macht es vielseitig einsetzbar.

Die Posaune wird oft als „Stimme Gottes“ bezeichnet (Blasmusik4u)

Aufgrund ihres kraftvollen und majestätischen Klangs wird die Posaune in der Musik oft verwendet, um göttliche oder übernatürliche Präsenz darzustellen.

Eine „abgewickelte“ Posaune hat eine Länge von 2,80 m (Blasmusik4u)

Diese beträchtliche Länge erklärt, warum die Posaune in S-Form gebogen und mit einem beweglichen Zug ausgestattet wurde, um sie handlicher zu machen.

Die Posaune hat sieben Zugpositionen (Blasmusik4u)

Diese Positionen, auch Lagen genannt, unterscheiden sich jeweils um einen Halbton. Dies ermöglicht dem Spieler, die gesamte chromatische Tonleiter zu spielen.

Posaunen werden in verschiedenen Bohrungsweiten hergestellt (Reisser Musik)

Die Bohrungsweiten reichen von M (medium) über ML (medium-large) und L (large) bis zu Extra L (extra large). Die Wahl der Bohrung beeinflusst den Klang und die Spielbarkeit des Instruments.

Viele moderne Posaunen verfügen über ein Quartventil (Reisser Musik)

Dieses Ventil erweitert den Tonumfang nach unten und dient als Spielhilfe, besonders für jüngere oder kleinere Spieler.

Die Posaune ist seit dem 15. Jahrhundert weitgehend unverändert geblieben (Moehnsen)

Dies macht die Posaune zu einem der ältesten Orchesterinstrumente, das seine ursprüngliche Form beibehalten hat.

Im Spätbarock beschränkte man sich auf Diskant-, Alt- und Tenorposaune (Reisser Musik)

Diese Entwicklung zeigt, wie sich der Einsatz der Posaune im Laufe der Musikgeschichte verändert hat.

Der Zug einer Posaune besteht aus einem Innen- und einem Außenzug (Blasmusik4u)

Der Außenzug gleitet über den Innenzug und muss regelmäßig mit Posaunenfett geschmiert werden, um reibungslos zu funktionieren.

Die Posaune wird oft als Soloinstrument in der Blasmusik verwendet (Blasmusik4u)

Trotz ihrer Rolle als Bassinstrument kann die Posaune aufgrund ihres kraftvollen Klangs auch hervorragend als Soloinstrument eingesetzt werden.

Die Posaune hat ihren Ursprung in der Zugtrompete des 15. Jahrhunderts (Philipp Dangas)

Die Zugposaune entstand im 15. Jahrhundert durch Weiterentwicklung der zylindrischen Art der „busine“. Diese Konstruktion ermöglichte es, die Rohrlänge des Instruments während des Spiels mechanisch zu verändern.

Hans Neuschel in Nürnberg baute 1520 vorzügliche Posaunen (Philipp Dangas)

Bereits im 16. Jahrhundert war Nürnberg ein Zentrum des Posaunenbaus. Der deutsche Posaunenmacher Hans Neuschel fertigte dort im Jahr 1520 Instrumente von herausragender Qualität.

Im Barockzeitalter erlebte die Nürnberger Posaunenmacherei eine Blütezeit (Philipp Dangas)

Ab 1600 entwickelte sich die Kunst der Posaunenmacherei in Nürnberg zu außerordentlicher Höhe. Berühmte Werkstätten waren unter anderem die von Hans Heinlein (um 1630) und Wolf Birkholz (um 1650).

Die Posaune verdoppelte im 17. und 18. Jahrhundert oft die Chorstimmen (Philipp Dangas)

In dieser Zeit bestand die Hauptaufgabe der Posaunen im Orchester darin, die Chorstimmen in großen Chorwerken im Unisono zu verstärken.

Gluck und Mozart wiesen der Posaune erstmals selbstständige orchestrale Funktionen zu (Philipp Dangas)

In den Opern von Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart erhielt die Posaune zum ersten Mal eigenständige Aufgaben im Orchester.

Die Tenorposaune ist seit etwa 1600 in Struktur und Stimmung unverändert (Philipp Dangas)

Die Tenorposaune, das Stamm- und Standardinstrument der Posaunenfamilie, hat seit ihrer Entstehung um 1600 weder ihre grundsätzliche Struktur noch ihre Stimmung in B verändert.

Die Posaune hat sieben Zugpositionen (Reisser Musik)

Diese Positionen, auch Lagen genannt, unterscheiden sich jeweils um einen Halbton. Dies ermöglicht dem Spieler, die gesamte chromatische Tonleiter zu spielen.

Posaunen werden in verschiedenen Bohrungsweiten hergestellt (Reisser Musik)

Die Bohrungsweiten reichen von M (medium) über ML (medium-large) und L (large) bis zu Extra L (extra large). Die Wahl der Bohrung beeinflusst den Klang und die Spielbarkeit des Instruments.

Viele moderne Posaunen verfügen über ein Quartventil (Reisser Musik)

Dieses Ventil erweitert den Tonumfang nach unten und dient als Spielhilfe, besonders für jüngere oder kleinere Spieler.

Die Sächsische Posaunenmission e.V. umfasst 438 Posaunenchöre mit ca. 6100 Bläserinnen und Bläsern (EVLKS)

Diese Organisation ist die größte instrumentale Laienmusikvereinigung Sachsens und unterstützt die Bläserarbeit in den Kirchgemeinden durch Begegnung, Bildung und musikalische sowie geistliche Begleitung.

Lea ist eine talentierte Posaunistin und zeigt, wie man den Proberaum für beste Akustik einrichtet.